Auf dem Weg zu nachhaltigen und gerechten Städten: Kapazitäten, Fähigkeiten und intersektionale Machtdynamiken in der Ko-Produktion
Gefördert durch das UA Ruhr College for Social Sciences and Humanities
Projektzusammenfassung
Die Arbeitsgruppe untersucht Ko-Produktion im Bereich der Raumplanung als Schlüsselkonzept zur Förderung eines transformativen Wandels hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Zukunft angesichts sich verschärfender ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Ko-Produktion findet in der Planungsforschung und -praxis zunehmend Beachtung und bezeichnet die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen, bei welcher Bürger*innen als aktive Partner*innen bei der Gestaltung ihrer Gemeinschaften einbezogen werden und darauf abzielt, sicherzustellen, dass vielfältige Stimmen – insbesondere historisch unterrepräsentierte Gruppen – maßgeblich in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Allerdings kann das Potenzial der Ko-Produktion, inklusive, räumlich gerechte und nachhaltige Planungsergebnisse zu fördern, nur dann ausgeschöpft werden, wenn die Teilnehmenden über die erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten verfügen, um einen wirksamen und sinnvollen Beitrag zu leisten. Dies wiederum erfordert einen intersektionalen Ansatz, welcher die vielfältigen sozialen Positionen und strukturellen Hindernisse, mit denen vulnerable Gruppen konfrontiert sind, anerkennt und berücksichtigt.
Vor diesem Hintergrund möchte die Arbeitsgruppe untersuchen, wie sich intersektionale Machtstrategien – geprägt durch die Kapazitäten, Fähigkeiten und Positionen der Teilnehmenden – auf das Potenzial für eine inklusive Ko-Produktion in der Stadtplanung auswirken und wie die Teilnehmenden diese Machtungleichgewichte angehen können, um Bedingungen zu schaffen, die einer aussagekräftigen Ko-Produktion förderlich sind. Zu den geplanten Ergebnissen gehört eine gemeinsame Studie, in der eine Reihe von Fallbeispielen aus dem Ruhrgebiet auf der Grundlage von Tiefeninterviews mit Teilnehmenden lokaler Initiativen untersucht wird. Die Ergebnisse werden auf wissenschaftlichen Konferenzen vorgestellt und in einem gemeinsam verfassten Journal-Artikel veröffentlicht. Zudem werden die Forschenden zwei zentrale Veranstaltungen organisieren: einen wissenschaftlichen Workshop am College für Sozial- und Geisteswissenschaften mit interessierten Kolleg*innen, um Wissensaustausch und Vernetzung hinsichtlich der Entwicklung künftiger Forschungskooperationen zu fördern, sowie eine öffentliche Veranstaltung, bei der Ko-Produzent*innen aus den Fallstudien und die breite Öffentlichkeit zusammenkommen, um die Ergebnisse zu diskutieren.
Gruppenmitglieder
Dr. Dahae Lee
Dr. Patricia Rinck (Universität Duisburg-Essen, Institut für Politikwissenschaften)
Internationale Partner
Dr. Celine Janssen (Veldacademie, Stadt Rotterdam, Niederlande)
Weitere Informationen finden Sie hier.




