Planungs- und Entscheidungsverzögerung in der Infrastrukturplanung – eine Ermittlung der Ursachen mittels Qualitative Comparative Analysis und Fallstudien

Abstract
Verzögerungen bei Infrastrukturplanungen sind zu einem alltäglichen Thema in Wissenschaft, Politik und Verwaltungspraxis geworden. Auffällig ist das Fehlen von empirischer Forschung zu den Gründen der Verzögerungen von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Das DFG finanzierte Projekt wird am Beispiel von S-Bahnvorhaben in deutschen Ballungsräumen die Gründe für Verzögerungen ermitteln und fokussiert dabei sowohl auf das Planfeststellungsverfahren als auch die gesamte Projektplanung. Dabei geht das Projekt in drei Schritten vor: zunächst wird eine Vollerhebung zu S-Bahnprojekten in deutschen Ballungsräumen im Zeitraum von 2000 – 2024 durchgeführt. Dem folgt eine Durchführung einer Qualitative Comparative Analysis für 30 Planfeststellungsverfahren. Letzter Schritt der empirischen Erhebung ist eine Prozessanalyse durch Process-Tracing in vier Fallstudien. Dieser letzte Schritt bleibt nicht auf die Planfeststellungsverfahren begrenzt, sondern bezieht auch die Vorplanung und politischen Sondierungen zu dem S-Bahnprojekt vor dem förmlichen Planfeststellungsverfahren ein. Erwartet wird, dass Gründe für Verzögerungen im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens schwerer wiegen als das Verfahren selbst.
Laufzeit 3 Jahre




