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EURA

European Urban Research Association

Die European Urban Research Association (EURA) ist das führende akademische Netzwerk für Stadtforscher in Europa. Ausgehend von einer Initiative zur Förderung und Entwicklung des internationalen akademischen Austauschs über Städte und Stadtregionen in Europa hat EURA seinen Wirkungskreis auf Wissenschaftler aus der ganzen Welt erweitert. EURA wurde 1997 auf einer internationalen Konferenz in Brüssel ins Leben gerufen und hat drei Hauptziele:

  • Förderung des internationalen Austauschs und der Zusammenarbeit im Bereich der Stadtforschung
  • Anregung und Förderung der interdisziplinären und länderübergreifenden Stadtforschung
  • Beitrag zu stadtpolitischen Debatten.

Gründung und Status

An der ersten EURA-Konferenz, die im September 1997 in Brüssel, Belgien, stattfand, nahmen 60 Städteforscher sowie Vertreter der Europäischen Kommission und der OECD teil. Das EURA-Sekretariat befand sich von 1997 bis 2008 an der University of the West of England, Bristol, Großbritannien. Im Jahr 2009 wurde das Sekretariat an die Technische Universität (TU) Darmstadt, Deutschland, und 2013 an die Technische Universität (TU) Dortmund verlegt. EURA ist nun beim Amtsgericht Darmstadt als gemeinnütziger Verein eingetragen. EURA hat zwei Kategorien von Mitgliedern: Institutionelle Mitgliedschaft und Einzelmitgliedschaft.


Ziele von EURA

Die Ziele von EURA, die bei der Gründung des Vereins vereinbart wurden, sind:

  • ein internationales Forum für Personen aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichem politischem Hintergrund zu bieten, um Informationen und Ergebnisse aus der Forschung über Städte und Gemeinden als Grundlage für eine engere Zusammenarbeit auszutauschen
  • Förderung der interdisziplinären und länderübergreifenden Forschung und Ausbildung im Bereich der Stadt- und Regionalforschung als Berufs- und Wissenschaftsfeld die Kluft zwischen akademischen, beruflichen und politischen Interessen zu überbrücken, die Debatte zu informieren und die Qualität der Stadtpolitik zu verbessern.

Jährliche Konferenzen und Workshops

EURA veranstaltet jedes Jahr eine internationale Konferenz. EURA-Konferenzen sind wirklich interdisziplinäre Veranstaltungen und ziehen Wissenschaftler aus den Bereichen Stadtforschung, Stadtökonomie, Politikwissenschaft, Stadtsoziologie, Nachhaltigkeitsstudien, Geografie, Klimawandel, Stadtgestaltung, Stadtplanung, öffentliches Management, Politikstudien, Führungsstudien usw. an. Die Zahl der Teilnehmer an EURA-Konferenzen schwankt in der Regel zwischen 100 und über 300 Personen. Neben der jährlichen Konferenz organisieren die EURA-Mitglieder gelegentlich auch kleinere Workshops zu bestimmten Themen.

EURA hat schon immer gut mit der Urban Affairs Association (UAA) zusammengearbeitet. Von Anfang an hat EURA einen wachsenden transatlantischen akademischen Austausch zwischen europäischen Stadtforschern und ihren Kollegen in der nordamerikanischen UAA gefördert. Im Jahr 2004 organisierten EURA und UAA ihre erste gemeinsame Konferenz zum Thema City Futures. An dieser Konferenz in Chicago nahmen über 250 Teilnehmer aus 36 Ländern teil. Aufgrund des großen Erfolgs vereinbarten die beiden Verbände, alle fünf Jahre gemeinsam eine City Futures-Konferenz zu veranstalten. City Futures II fand 2009 in Madrid statt, City Futures III im Jahr 2014 in Paris und City Futures IV im Jahr 2019 in Dublin.

Frühere EURA-Konferenzen und Workshops

Hier finden Sie eine Liste der EURA-Konferenzen und -Workshops mit Daten, Orten und Titeln:

2022 - Mailand, Italien. Defrag-Europe: Fragilität/Antifragilität im heutigen Europa

2020 - Oslo, Norwegen. Widersprüche bei der Gestaltung urbaner Zukünfte. (abgesagt aufgrund von Covid-19)

2019 - Dublin, Irland. City Futures IV. Vierte gemeinsame Konferenz mit der UAA.

2018 - Tilburg, Die Niederlande. Versöhnung zwischen vergangenen und zukünftigen städtischen und regionalen Stärken.

2017 - Warschau, Polen. Vernetzte Städte.

2016 - Turin, Italien. City Lights. Städte und Bürger innerhalb/über die Krise hinaus/ungeachtet der Krise.

2015 - Sibiu, Rumänien. Städte im Wandel, transformative Städte.

2014 - Paris, Frankreich. City Futures III. Dritte gemeinsame Konferenz mit der UAA.

2013 - Enschede, Die Niederlande. Städte als Keimzellen der Innovation.

2012 - Wien, Österreich. Urbanes Europa: Herausforderungen für die urbane Zukunft.

2011 - Kopenhagen, Dänemark. Städte ohne Grenzen.

2010 - Darmstadt, Deutschland. Die Dynamik der Städte verstehen.

2009 - Madrid, Spanien. Stadt-Zukunft II. Zweite gemeinsame Konferenz mit der UAA.

2008 - Mailand, Italien. Lernende Städte in einer wissensbasierten globalen Gesellschaft.

2007 - Glasgow, UK. Die vitale Stadt.

2006 - Warschau, Polen. Städte in Stadtregionen.

2005 - Lyon, Frankreich. Internationale Politik und Strategien der Städte.

2004 - Brünn, Tschechische Republik. Öffentliche Räume und Lebensqualität in Städten.

2004 - Chicago, USA. Stadt-Zukunft. Erste gemeinsame Konferenz mit der UAA.

2003 - Budapest, Ungarn. Europäische Stadtentwicklung, Forschung und Politik.

2003 - Enschede, die Niederlande. Ein Workshop über Universitäten und ihre Rolle bei der Entwicklung städtischer Gemeinschaften.

2002 - Weimar, Deutschland. Ein Workshop über Städte und Stadterneuerung

2002 - Turin, Italien. Europäische Stadt- und Raumordnungspolitik.

2001 - Prag, Tschechische Republik. Ein Workshop über Strategien zur Wiederbelebung osteuropäischer Städte.

2001 - Kopenhagen, Dänemark. Gebietsbezogene Initiativen in der zeitgenössischen Stadtpolitik.

2000 - Dublin, Irland. Städte in der Region.

1999 - Paris, Frankreich. Europäische Städte im Wandel.

1999 - Oslo, Norwegen. Ein Workshop über Innovationen in der städtischen Verwaltung.

1998 - Venedig, Italien. Auf dem Weg zu einer Städteagenda für die Europäische Union.

1997 - Brüssel, Belgien. Städte regieren: Internationale Perspektiven.

 

Internationale Zeitschrift: Urban Research and Practice

EURA hat eine neue internationale Zeitschrift ins Leben gerufen, um sowohl ihren eigenen Mitgliedern als auch der städtischen Forschungs- und Praxisgemeinschaft im Allgemeinen die Vorteile einer Zeitschrift zu bieten, die sich der Pflege von Verbindungen zwischen städtischen Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern widmet. Die 2008 ins Leben gerufene Zeitschrift Urban Research & Practice wird von Taylor and Francis herausgegeben.

Urban Research & Practice hat sich als angesehene und einflussreiche Zeitschrift etabliert, die ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Originalartikeln sowie innovative Artikel zu Politik und Praxis veröffentlicht. Die Zeitschrift, die in Zusammenarbeit mit EURA herausgegeben wird, ist eine fächerübergreifende Zeitschrift mit Schwerpunkt auf Stadtpolitik und Stadtforschung.

Urban Research & Practice soll die reiche Vielfalt an Gedanken, Ansätzen und Forschungsergebnissen widerspiegeln und weiter ausbauen, die derzeit die Erforschung städtischer Gebiete in Europa und anderswo kennzeichnet. Als solche will sie ein wichtiger Teil der gegenwärtig stattfindenden Renaissance der Stadtforschung sein und einen Beitrag zur akademischen Forschung und zur politischen Entwicklung leisten. Die Zeitschrift veröffentlicht Forschungsarbeiten von höchster Qualität, die sich mit den Herausforderungen befassen, denen sich städtische Gebiete heute stellen müssen. Ein weiteres wichtiges Ziel der Zeitschrift ist es, die intellektuellen und geografischen "Gräben" zu überbrücken, die derzeit im Bereich der städtischen Angelegenheiten bestehen - insbesondere das Nord-Süd-Gefälle und das Ost-West-Gefälle sowie die Gräben zwischen verschiedenen akademischen Disziplinen.

Politische Artikel, Praxisartikel und Buchbesprechungen

Neben den traditionellen akademischen Beiträgen veröffentlicht die Zeitschrift auch Artikel zur Politik, zur Praxis und Buchbesprechungen. Die Rubrik Politik konzentriert sich auf neue politische Maßnahmen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene, die für ein breiteres Publikum von Bedeutung sind. Die Rubrik "Praxis" befasst sich mit innovativen Projekten, Konferenzen und Veranstaltungen, die auf lokaler Ebene in Städten oder Regionen durchgeführt werden.

Redaktionsteam

Der Herausgeber von Urban Research and Practice ist Professor Rob Atkinson, University of the West of England, Bristol. Professor Karsten Zimmermann ist Mitherausgeber, und Professor Cristiana Rossignolo, Politecnico di Torino, und Dr. Paula Russell, University College Dublin, sind Mitherausgeber. Ein Redaktionsausschuss und ein Beirat unterstützen die Herausgeber.

 
Andere EURA-Aktivitäten

EURA informiert seine Mitglieder regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Bereich der Stadtforschung, wie z. B. Ausschreibungsmöglichkeiten für Forschungsprojekte, Informationen über bevorstehende Konferenzen und Veranstaltungen. Die Vereinigung arbeitet auch mit anderen internationalen Organisationen zusammen, um Doktorandenschulen zu veranstalten - so hat EURA beispielsweise mit EUROLOC zusammengearbeitet, um Doktoranden-Sommerschulen und -Winterschulen im Bereich der Kommunalwissenschaften anzubieten.

EURA-Veranstaltungen fördern die Vernetzung und den Aufbau von Beziehungen, und so hat EURA zur Entwicklung zahlreicher internationaler Kooperationen beigetragen, von Gastprofessuren bis hin zu einer Vielzahl internationaler Forschungs- und Beratungsprojekte. Einige dieser Forschungskooperationen sind recht umfangreich. So hat beispielsweise das vom EU-Rahmenprogramm für Forschung und Technologie finanzierte PLUS-Projekt "Participation, Leadership and Urban Sustainability", an dem 29 Partner aus neun Ländern beteiligt waren, zur Veröffentlichung von zwei Büchern und zahlreichen vergleichenden Artikeln geführt. Ein weiteres von der Europäischen Kommission aus dem 7. Rahmenprogramm finanziertes Forschungsprojekt war GFORS - Governance for sustainability (2006 - 2009).

Darüber hinaus führt eine von EURA organisierte Gruppe von Wissenschaftlern und/oder die Ständige Gruppe für Kommunalverwaltung und Politik (LOGOPOL) des Europäischen Konsortiums für politische Forschung (ECPR) seit fast zwanzig Jahren in den meisten europäischen Ländern Umfragen zu Akteuren durch, die verschiedene Funktionen innerhalb der Kommunalverwaltung wahrnehmen.

EURA vergibt jährlich einen EURA Young Scholar Award. Mit diesem Preis sollen herausragende städtische Forschungsarbeiten von Doktoranden und/oder Wissenschaftlern in einem frühen Stadium ihrer Karriere ausgezeichnet werden. Bei jeder EURA-Konferenz bewertet ein unabhängiges Gremium die Beiträge derjenigen Wissenschaftler, die für den Preis in Frage kommen. Die Gewinner des Young Scholar Award erhalten ein Stipendium (derzeit 1.000 Euro), das ihnen die Teilnahme an der nächsten EURA-Konferenz oder an der nächsten UAA-Konferenz ermöglicht.

Schließlich bilden die EURA-Mitglieder selbstverwaltete EURA-Arbeitsgruppen zu Themen von gemeinsamem Interesse. Diese Gruppen ermöglichen es Kollegen, Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen, Panels auf Konferenzen mitzuorganisieren, internationale Forschungsstipendien zu beantragen und das Feld der Stadtforschung zu erweitern. Derzeit gibt es Arbeitsgruppen zu Themen wie Städte an den Rändern Europas, lokale Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft und nationale Stadtpolitik in Europa.

Geschichte der EURA

Die Idee, eine neue Europäische Vereinigung für Stadtforschung zu gründen, entstand 1994 auf einer internationalen Konferenz zum Thema "Shaping the urban future", die von der School for Advanced Urban Studies an der Universität Bristol, UK, organisiert wurde. Die Urban Affairs Association (UAA), ein bereits gut etabliertes internationales Netzwerk in Nordamerika, bot ein potenzielles Modell für eine neue interdisziplinäre Vereinigung für Stadtforschung, und der UAA-Verwaltungsrat unterstützte die Idee, ein Schwesternetzwerk von Stadtforschern zu gründen, nach Kräften.

Nach einem Konsultationsprozess mit städtebaulichen Instituten in ganz Europa und einer Reihe von Planungstreffen in den Jahren 1995-96 wurde beschlossen, dass genügend Interesse bestand, um eine erste Konferenz zu organisieren. Diese fand 1997 in Brüssel, Belgien, statt und stand unter dem Motto "Governing cities: international perspectives". Über 60 Städteforscher aus zwölf Ländern nahmen an der Konferenz teil und unterstützten die Gründung von EURA.

Die drei Hauptziele von EURA - siehe oben - wurden auf dieser Gründungskonferenz vereinbart. Ein Exekutivkomitee wurde gebildet, um die Ziele der Vereinigung voranzutreiben, und ein EURA-Newsletter wurde ins Leben gerufen, um interessierten Wissenschaftlern Neuigkeiten und Informationen aus der Stadtforschung zukommen zu lassen. 1998 wurde ein EURA-Mitgliedsbeitragssystem mit zwei Kategorien von Mitgliedern eingeführt: Institutionelle Mitglieder und Einzelmitglieder. Im Laufe der Jahre hat sich die Vereinigung von einer relativ kleinen Gruppe enthusiastischer Wissenschaftler zu einem großen internationalen Netzwerk mit Mitgliedern in über zwanzig [Mehr? prüfen] Ländern entwickelt.

 
Organisation der EURA

Von einer kleinen, aber ehrgeizigen Netzwerkinitiative entwickelte sich EURA allmählich zu einer reifen internationalen Organisation. Ein entscheidender Schritt in der Entwicklung von EURA war die Verabschiedung einer EURA-Charta im Jahr 2005. Diese gibt der Vereinigung eine formelle Satzung, in der unter anderem die Modalitäten für die Wahl des Vorstands sowie die Aufgaben und Zuständigkeiten des Präsidenten, des Vorstands und der EURA-Generalversammlung festgelegt sind.

Die folgenden Personen haben das Amt des EURA-Präsidenten bekleidet:

Professor Robin Hambleton, University of the West of England, Bristol (1997-2002)

Dr. Jacob Norvig Larsson, Dänische Abteilung für Gebäude- und Stadtforschung, Kopenhagen (2003-2004)

Professor Rob Atkinson, Universität von Westengland, Bristol (Interimsvorsitzender) (2004)

Professor Pawel Swianiewicz, Universität Warschau (2005-2009)

Professor Hubert Heinelt, Technische Universität (TU) Darmstadt (2009-2013)

Professor Karsten Zimmermann, Technische Universität (TU) Dortmund (2013-2017)

Professorin Valeria Fedeli, Politecnico di Milano (2017- laufend)

Internetseite EURA

EURA-Konferenz 2022 in Mailand, Italien

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

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Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark.

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